Was Mittelstand 4.0 in meiner Arbeit bedeutet

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Industrie 4.0, Mittelstand 4.0 oder Mittelstand digital?

 

Mittelstand 4.0 – ach es ist ein Graus mit den Arbeitsbegriffen rund um den Zusatz „4.0“. Jede/r versteht etwas anderes darunter und versucht sein aktuelles Buzzword in der eigenen PR und Marketing Kommunikation geschickt einzusetzen und so für sich zu nutzen. Ich nehme mich davon nicht aus.

Doch nun wurde ich von meinem Partner-Verbund VBU e.V. (Verbund Beratender Unternehmer – Lösungen für den Mittelstand) gefragt:

Warum sprichst Du als Markenexperte eigentlich über Industrie 4.0 und digitale Geschäftsprozesse – Was bedeutet Mittelstand 4.0 in Deiner Arbeit?“.

Ich habe die Frage mit in den Urlaub genommen und in Ruhe darüber nachgedacht, eh ich meinen Kolleginnen und Kollegen und Ihnen hier im Blog eine schlüssige Antwort geben will.

 


Meine aktuellen Aufgaben

Ja ich gestehe, es klingt nicht gerade verständlich oder einfach, wenn ich über meine Arbeit rede. Sind doch viele Umschreibungen und Verallgemeinerungen dabei und scheint sie auch sehr vielfältig zu sein. Und doch bauen alle Bausteine auf einander auf:

  • Die digitale Kompetenz stärken – digitale Geschäftsprozesse aufsetzen
  • Interdisziplinäre Verständigung sichern und Zusammenarbeit fördern
  • Umsetzung und Markteinführung medial begleiten
  • Erstellen von Strategien und Medien

 

Meine Stärken liegen – so hat es ein Kunde mir es vor kurzem benannt – im Erfassen von komplexen Zusammenhängen, der schnellen Analyse und der schonungslos direkten Benennung von Arbeitsfeldern, Aufgaben und der nächsten Schritte. Danke Andreas!

 

Meine Vorbetrachtung zu Mittelstand 4.0:

Nach Analyse von Publikationen unterschiedlichster Quellen, dem Marktverhalten von mittelständischen Unternehmen sowie Interviews im Umfeld von KMUs habe ich herausgearbeitet, das es in erster Linie das Wissen und dem draus resultierenden Handeln von Eigentümer und Unternehmensleitung sind, das über die Einführung digitaler Geschäftsmodelle, die Bereitstellung entsprechender Ressourcen und die Lenkung der Investitionsrückstellungen entscheidet. Wenn auch in den meisten Unternehmen erkannt wurde, dass ein Digitalisierung nicht zu umgehen ist, so sind immer noch viele abwartend und zögerlich.

(Siehe dazu: BMWiCluster Industrie 4.0, Mittelstand Digital, Computerwoche, Handelswoche, IPA FraunhoferManager Magazin … die Inhalte der Links/Verweise waren am 10.08.2015 aktuell und können von den zuständigen Seitenbetreibern jederzeit geändert werden)

 

Vielfältige Schritte der Transformation:

Was hat das mit meiner Arbeit zu tun? Über Jahre gestalte ich die Außendarstellung und Innenkommunikation von Unternehmen aus Industrie und Mittelstand und sorge mich um zeitgemäße Markenidentität im Umfeld des B2B Handels. Dabei waren und sind für mich immer Fragen bestimmend, die auf Sichtweisen, Kommunikations- und Arbeitsgewohnheiten von Menschen basieren (Zielpersonen und Zielgruppen).

Das bedeutete für mich die unternehmerischen Werte und Ziele sowie die USP in die Welt von Heute für den gegenwärtigen Erfolg sowie den von Morgen zu transformieren. Daraus definierte ich meinen Anspruch:

  • Die leicht verständliche Darstellung des Angebots
  • Das Übertragen in ansprechende Story, Bilder, Texte und Grafiken
  • Anwenden in Präsentation, in Papier und Online Medien, Film, Interaktiv (App.)

 

Die weiterführende Arbeit mit meinen Kunden war die Arbeitsstrukturierung und Arbeitsorganisation. Workflows (Arbeitsabfolgen) und Bedienoberflächen passe ich den Seh- und Handlungsgewohnheiten an. In Verbindung mit modernen Medien und der zur Verfügung stehenden Technik, erarbeite ich klar definierte Geschäftsprozesse für Intern und Extern. Sie waren und sind die Grundlage für aktuelle sowie zukunftsweisende Produkte, darauf aufbauende Portale und Serviceangebote (Internet der Dinge / Internet of Service / Software as a Service).

 

Digitale Kompetenz in der Unternehmensleitung ist die Voraussetzung für zukunftssichere Investitionen.

Digitale Kompetenz in der Unternehmensleitung ist die Voraussetzung für zukunftssichere Investitionen.

 

Durch Moderation Verständnis erlangen …

Immer stärker lernte ich bei der Arbeit: die eigentliche Transformation geschieht nicht im Unternehmen, nicht in Agentur oder IT-Programmierung, nicht beim Kunden oder Lieferanten, sondern zunächst in der Arbeit um das Verständnis.

Verständnis beim Auftraggeber selbst und zwischen allen Beteiligten.

Sprache und Denken werden von der umgebenden Welt geprägt und sind in ständiger Beeinflussung. Jeder von uns hat Worte und Gesten mit eigenen Begriffen und Bildern belegt. Kommen nun unterschiedliche Menschen, Berufe, Altersgruppen und sogar Kulturen zusammen oder gibt es Vorurteile, anders gelagerte Ansichten und Ansprüche, so führt es bei der Arbeit schnell zu Verständnisproblemen und Disharmonien. Mit anderen Worten, „der Erfolg“ muss an dieser Stelle gemanagt und moderiert werden. Wenn zunächst bestehende Probleme gelöst und Klarheit über das Ziel gefunden werden muss, ist der nächste Schritt: Arbeitsaufgaben, Abfolgen, Verantwortlichkeiten und Termine zu definieren.

Dafür habe ich mich weitergebildet, Techniken erlernt und verfeinert und kann heute entsprechende Angebote für den Mittelstand platzieren:

  • Vortrag / Seminar
  • Moderation

 

Vorträge und Seminare transportieren leicht begreiflich das grundlegende Wissen der Digitalisierung im Unternehmen. Moderation von Diskussionen, Foren, Workshops und Teammeetings dagegen, ermöglichen die übergreifende Verständigung und den notwendigen Wissensaustausch innerhalb von heterogenen Gruppen – im Unternehmen und weit darüber hinaus mit Lieferanten und Kunden.

Dabei ist Kommunikation für mich der wertschätzende Austausch von Informationen und Empathie. Bildhaft vergleichen will ich es mit einer „mehrspurigen Straße in unterschiedlichen Ebenen und Dimensionen“, die gleichzeitig von unterschiedlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern benutzt wird. Unterwegs in Richtung „Abbauen von Spannungen, Abgleichen der Positionierung, grundsätzliches Verstehen eines gemeinsamen Ziels, Aufbauen von Vertrauen, Ermöglichen der Zusammenarbeit“.

 

Die Zukunft heißt: vertrauensvolles Arbeiten mit Partnern

Im Mittelstand werden nicht mehr alle Kompetenzen im eigenen Unternehmen vorhanden sein oder durch Arbeitsverträge gebunden werden können. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit externen Wissensträgern, Fachleuten und Experten wird so immer wichtiger. Vertrauen basiert auf Verbindlichkeit, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Ordnung. Alles Tugenden die man schon als ehrbarer hanseatischer Kaufmann zu schätzen wusste.

So bauen meine zusätzlichen Angebote ebenfalls auf die Kompetenz eines Partner-Netzwerks. Es sind die Begleitung der Umsetzung, die internen Kommunikation von der Idee bis zur Marktreife, sowie die externe Kommunikation der Markteinführung, die Verbindung zwischen Unternehmen und den Stakeholder „Kunde und Lieferant“, so dass vorhandenes Wissen optimal genutzt werden kann.

 

 

Resultat meiner Betrachtung

Das also bedeutet für mich „Arbeiten im Zeitalter von Mittelstand digital, Mittelstand 4.0, Industrie 4.0, Digitalisierung der Wirtschaft“ – oder wie die Umsetzung von digitalen Geschäftsprozessen im Unternehmen gerade benannt werden.

ich will noch kurz erwähnen, dass ich in unserem Verbund (VBU) das Schwerpunktthema „Arbeit der Zukunft“ leite und wir gemeinsam an Lösungen für die Umsetzung von Strategien der Digitalisierung des Mittelstandes arbeiten – im engen Austausch und über die Spezialgebiete der einzelnen Berater hinaus.

Ralf Hasford, Berlin 10. August 2015

 

 

 


Ralf Hasford | Business Kommunikation
Berater und Moderator … Problemlösung, Produkte, Prozesse

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