Digitale Transformation vs. digitaler Kompetenz im Mittelstand

 


Mit der digitalen Transformation und den zu Grunde liegenden Technologien werden neue Geschäftsmodelle ermöglicht – z.B. auf der Basis von „Mass Customization” (Produkt Konfigurator, additive Fertigung (3D-Druck) / Industrie 4.0 …) und „Long Tail“-Modelle (Marketplace, Aftersale Service …) – sowie deren Tests in realitätsnahen Simulationen.

 


 

Herzlich Willkommen zur Sommerakademie 2015.

 


Digitale Transformation im Mittelstand

Wir wollen, doch können wir auch?

Zwar ist nun endlich das Nachdenken über die Wichtigkeit der Digitalisierung in fast jedem Unternehmen angekommen. Doch muss gefragt werden, wie weit sind unsere Führungskräfte und die Unternehmensführung?

Es muss wahrgenommen werden, dass sie sich in Umfragen in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen im digitalen Feld als eher schwach oder sehr pessimistisch einschätzen. Wie steht es um die Zukunftsfähigkeit des Mittelstandes, muss sie in Frage gestellt werden?

Digitale Kompetenz hat zwei Dimensionen – die digitale Wissens- und Infrastruktur sowie auch die Führungskompetenz in Strukturen mit stark digitalisierten Prozessen. Zum einen sind es die verfügbare Technologie, die ITK Fachkompetenz und das kluge Entscheiden bei Investitionen. Doch zum andern ist das kompetente Führen gefragt und mit ihm eine entsprechende geeignete Architektur im Unternehmensaufbau.

Haben „Digital Masters“ nur klüger in digitale Systeme investieren als andere? Oder sind es vielmehr das Verbessern ihre Geschäftsmodelle, der Umgang mit Kundenerfahrungen und die Gestaltung interner Prozesse, die Art wie sie ihre Führung gestalten und die damit einhergehenden Veränderungen intern wie extern kommuniziert werden sie auch erfolgreicher?

 

Hasford: Digitale Transformation im Mittelstand

Haske Sommerakademie: Digitale Transformation im Mittelstand


Die Bausteine und Erfolgsfaktoren für digitale Meisterschaft

 

  1. Die vom Management ausgehende klare digitale Vision wird von der ganzen Führungsmannschaft verstanden, getragen und im Unternehmen vertreten (top-down).
  2. An der Umsetzung und Nutzung digitaler Initiativen und Systeme werden die Mitarbeitern möglichst stark eingebunden (Qualifizierung, Spezialisierung, Weiterbildung inkl.).
  3. Die kommunikative Sichtbarkeit der „digitalen Initiativen“ im Unternehmen: klare Steuerung, Vernetzung und Evaluierung.
  4. Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit externer Beratung und Fachkräften, gute Langfristige Kooperationsbeziehungen zwischen ITK-Unternehmen und Business Verantwortlichen im Unternehmen.

 


Transformieren der Geschäftsmodelle

Wie die Digitalisierung der Wirtschaft im Unternehmen gelingen kann:

Wenn auch Wissen Macht ist, so wird erst durch eine strukturierte Anwendung von Wissen und Kompetenz eine „digitale Datenstruktur“ entstehen.

Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Alle immateriellen Güter sind digital vorzuhalten und von überall aus verfügbar. Ein digitales Cockpit oder Dashboard ist unverzichtbar für das Management mit digitalen Unternehmensstrukturen.

„Digitale Produkte“ sind eine Mischung aus Gegenstand, digitalen Ressourcen und Services (verbunden mit den Begriffen des Cyber-physischen Systems sowie dem Internet of Things an Service (Internet der Dinge und Dienste)), das gilt sowohl für die Industrie, den Handel als auch den Mittelstand.

 

Digitale Produkte

Die digitalen Produkte werden hochverfügbar sein. Sie lassen sich in kürzester Zeit und überall individuell planen und bestellen. Man erwartet eine schnelle Lieferung und sie benötigen einen nachhaltig über den gesamten Produktlebenszyklus bestehenden Service. Dadurch vergrößern sich Absatzchancen erheblich, aber eben auch die Anzahl potenzieller Wettbewerber.

Doch wie kann die Antwort darauf aussehen? Portfolio anpassen und damit die Wertschöpfungskette. Die digitale Ökonomie funktioniert nach eigenen, neuen Spielregeln. Je früher sich Unternehmen darauf einstellen, desto eher werden sie davon profitieren und den Wettbewerb aushalten. Es ist gesichertes Wissen: Unternehmen die neue Technologien schnell realisieren und optimal nutzen, sind erfolgreicher als der Wettbewerb. Das bedeutet Umsatzwachstum, höhere Profitabilität, gesteigerten Unternehmenswert.

 

Digitale Transformation besteht aus vielen Komponenten:

Es ist die Industrie 4.0 – die  automatisierte, vernetzte Produktion mit optimalem ERP System (Enterprise Resource Planning). Es ist

  • die Zusammenarbeit von Robotik und Mitarbeiter,
  • die automatisierte Logistik, dazugehörige Plattformen im Internet,
  • soziale Netzwerke zur aktuellen, verantwortungsbewussten und bidirektionalen Kommunikation,
  • responsible Angebote auf Smartphones und Tablets sowie
  • die Auswertung von Big Data und
  • der bewusste Einsatz von gut gesicherten Cloud Computing Systemen

… aber auch immer wieder, nachhaltige Geschäftsprozesse und die immerwährende Anpassung der Prozesse an die Gegebenheiten.

 

Worauf man sich auf jeden Fall freuen kann: Management Arbeit macht mehr Freude, denn Routine wird es nicht mehr geben, diese wird von intelligenten Algorithmen klaglos ausgeführt.

Berlin, Ralf Hasford
Berater und Moderator

 

 


Weiterführende Beiträge

zum Thema Einstieg in die digitale Transformation finden Sie hier im Blog: